Damen gelingt Befrei­ungs­schlag

Spiel­freu­di­ge Hei­mat­er­de­rin­nen sie­gen 10:0 (5:0) über erfah­re­ne Loh­ber­ge­rin­nen

Nach der recht der­ben Nie­der­la­ge gegen die nicht unbe­dingt spiel­stär­ke­re, aber abso­lut rou­ti­nier­te und aus­ge­buff­te Damen­mann­schaft des MSV 07 im vor­he­ri­gen Meis­ter­schafts­spiel stand die jun­ge Damen­mann­schaft des TSV heu­te aber­mals einer Trup­pe gestan­de­ner Frau­en gegen­über. Doch dies­mal lief das Spiel völ­lig anders.

Die ver­meint­lich uner­fah­re­nen jun­gen „Küken“ (oder soll man bei einem Glad­bach-Fan als Trai­ner bes­ser von „Foh­len“ spre­chen?) lie­fen den im Schnitt zehn Jah­re älte­ren Frau­en vom VfB Loh­berg von Beginn an den Rang ab. Es wur­de schnell gespielt und wun­der­bar kom­bi­niert, dass die Gäs­te aus Dins­la­ken kaum hin­ter­her kamen. Schon nach zwei Minu­ten eröff­ne­te TSV-Tor­schüt­zen­kö­ni­gin Lisa Müllen­sie­fen den Tor­rei­gen zu einem wah­ren Fuß­ball­feu­er­werk, das unse­re jun­gen Damen nun abbrann­ten. Nach dem zwei­ten Tref­fer durch Lisa Müllen­sie­fen kam Rou­ti­nier Jen­ny Roes zum Tor­er­folg, bevor Lisa Müllen­sie­fen erneut zwei Tref­fer zum 5:0-Halbzeitstand nach­leg­te.

Nach dem Wech­sel ging es nicht weni­ger ful­mi­nant wei­ter. Erst war es die uner­müd­li­che Lea Bon­ne­mann, die mit einem unglaub­lich har­ten und sau­ber plat­zier­ten Distanz­schuss ins lin­ke Eck auf 6:0 erhöh­te, dann setz­te wie­der Jen­ny Roes einen drauf und nur eine Minu­te spä­ter gelang Ida Borg­wardt, die bereits eini­ge Male in ihren Tor­schüs­sen nur knapp geschei­tert war, mit einem recht kurio­sen, weil abge­fälsch­ten Schuss das 8:0. Zum Schluss mach­ten dann wie­der Jen­ny Roes und Lisa Müllen­sie­fen die Zehn voll. Kei­nes­falls uner­wähnt blei­ben soll­te unter den Scor­ern Celi­na Fal­co­ne, die zwar selbst nicht direkt traf, die mit ihren erst­klas­si­gen Vor­la­gen aber an den meis­ten der zehn der Tore maß­geb­li­chen Anteil hat­te — und die auch flink zurück­lief, um zu klä­ren, wenn die Geg­ner doch ein­mal zum Kon­tern kamen. Mün­de­te ein Kon­ter dann doch in einem Tor­schuss, so war aller­dings spä­tes­tens bei Tor­frau Anna Lang­kau Schluss, die sich dies­mal in über­ra­gen­der Fas­sung zeig­te, stets rich­tig stand und alles feh­ler­frei parier­te. Unge­ach­tet der tol­len Ein­zel­leis­tun­gen war es aber vor allem das Zusam­men­spiel aller Spie­le­rin­nen ins­ge­samt, das das Beson­de­re an die­ser Begeg­nung aus­mach­te und den Erfolg erst ermög­lich­te.

Ein tol­ler Sieg, der der jun­gen Trup­pe ordent­lich Selbst­ver­trau­en geben soll­te — mit die­ser Ein­stel­lung wer­den die Ladies vom Fin­ken­kamp auch gegen die stär­ke­ren Teams der Liga bestehen kön­nen!