Gut Ding will Wei­le haben

-Vier­te-
 
Hei­mat­er­de IVVFL Wedau II
 
Ergeb­nis 3:2 (2:0)
 
TSV Hei­mat­er­de Mül­heim IV: Alex­an­der Buck­steg, Oli­ver Kolb, Micha­el Tepp­ner, Chris­ti­an Klus, Bob Becker (74. Ste­fan Roedel), Micha­el Tohn (26. Dani­el Thoms), Rene Klei­mann, Chris­ti­an Heu­er, Lukas Sos­now­ski, Phil­ipp Pri­ons, Ste­fa­no Di Mas­so (62. Kon­stan­tin Klein) — Trai­ner: Ste­fan Roedel
 
Tore: 1:0 Bob Becker (17.), 2:0 Dani­el Thoms (40.), 3:2 Dani­el Thoms (90.+4.)
 
In der eng­li­schen Woche emp­fang unse­re Vier­te unter Flut­licht in unse­rem Natur­sta­di­on den VFL Wedau II, da die­ser mit 7Pkt eben­falls im Tabel­len­kel­ler steht, erwar­te­te man eine Par­tie auf Augen­hö­he. Unse­re Vier­te woll­te sich aber dies­mal nicht selbst den Druck machen, end­lich wie­der punk­ten zu müs­sen, in dem Wis­sen in den letz­ten oft guten Spie­len immer wie­der genau an die­sem Druck geschei­tert zu sein.
 
Mit dem Anpfiff sah man 2 kom­plett unter­schied­lich auf­tre­ten­de und auf­spie­len­de Teams. Unse­re Vier­te bedien­te auf dem Platz einen guten Mix aus jung bis alt, die 85 Jah­re alte Innen­ver­tei­di­gung bil­de­ten mit Fackel und Musi 2 Alt Her­ren Spie­ler, der Gegen­pol dazu der 18Jahre jun­ge Phil­ipp Pri­ons aus der Zwei­ten in der Sturm­spit­ze. Zudem im Tor Bugi und als zusätz­li­che Unter­stüt­zung der erfah­re­ne Mit­tel­feld­ar­bei­ter Sons­ni aus der Zwei­ten. Der Geg­ner VFL Wedau, der seit meh­re­ren Jah­ren eine gelun­ge­ne Inte­gra­ti­ons­mann­schaft aus Migran­ten stellt, dage­gen war bekannt für sei­ne agi­len und dyna­mi­schen Spie­ler. Der ältes­te hier 28Jahre, im Schnitt aber mit 23Jahren deut­lich jün­ger. Das bil­de­te sich auch schnell im Spiel ab, Hei­mat­er­de woll­te eher das Spiel breit machen, sich nicht zu sehr im 1 gegen 1 auf­rei­ben und Räu­me gewin­nen. Wedau hin­ge­gen sehr spiel­freu­dig, ver­mie­den lan­ge Bäl­le und woll­ten sich eher durch die Mit­te kom­bi­nie­ren. So unter­schied­lich die Spiel­wei­sen, so aus­ge­gli­chen über die 90Min das Spiel, auch wenn die ers­ten Tor­an­nä­he­run­gen Hei­mat­er­de ver­zeich­nen konn­te. Hier pro­fi­tier­te man durch hohes Pres­sing immer wie­der von Feh­lern des Gas­tes im Auf­bau­spiel, einen davon konn­te der Kapi­tän Bob, nach­dem der Ball im Mit­tel­feld erobert wur­de, in der 17Min. mit einem schö­nen Fern­schuss zur 1:0 Füh­rung nut­zen. Danach bekam man aber kei­ne Ruhe ins Spiel, man hat­te zwar gefühlt das Spiel unter Kon­trol­le, mach­te aber zu wenig aus den Ball­ge­win­nen. Wedau war wei­ter sehr wusse­lig, immer da wenn Hei­mat­er­de im Ball­be­sitz war und selbst schei­ter­ten sie eigent­lich nur in der Harm­lo­sig­keit im letz­ten Drit­tel des Spiel­fel­des, was natür­lich auch ein Ver­dienst der guten Mann­schafts-Abwehr­ar­beit war. In der ers­ten Hz muss­te Bugi tat­säch­lich nur ein­mal parie­ren. Zum Ende der Ers­ten HZ spiel­te Hei­mat­er­de ihre Offen­siv­ak­tio­nen dann wie­der bes­ser und kon­se­quen­ter aus und kam wie­der gefähr­lich vors Wedau­er Tor. In der 40Min wur­de dann Bru­no im 16er zu Fall gebracht. Dani­el Thoms ver­wan­del­te den fäl­li­gen 11m im 2ten Ver­such mit einem Gewalt­schuss zur ver­dien­ten 2:0 Füh­rung (der ers­te 11m wur­de wegen Spie­lern im 16er zurück­ge­pfif­fen, zum Glück, denn der war schwach geschos­sen) So ging es mit brei­ter Brust in die Halbzeit,wo man aber auch kri­ti­sche und mah­nen­de Wor­te fand, denn als zu oft hat man die­se Sai­son in der 2ten Hz ein sicher geglaub­tes Spiel noch aus der Hand gege­ben.
 
In der 2.Hz. trau­te man dann sei­nen Augen kaum, obwohl man kei­ne Umstel­lun­gen vor­ge­nom­men hat, fand man nicht mehr ins Spiel und man lief den wei­ter quir­li­gen Gäs­ten aus Wedau jetzt viel hin­ter­her. Wie für die Vier­te selbst­ver­ständ­lich figh­te­te man, lei­der ging das zuneh­mend auf die Sub­stanz, so dass Bal­ler­obe­run­gen dann nicht mehr so ziel­stre­big aus­ge­spielt wur­den, wie noch zum Ende der ers­ten Halb­zeit. Chan­cen die Füh­rung aus­zu­bau­en gab es den­noch, aber es war wie ver­hext, ent­we­der man traf die fal­sche Ent­schei­dung vorm Tor oder aber den Ball nicht rich­tig. Der Jun­ge Phil­ipp, der über­ra­gend fürs Team arbei­te­te, soll­te auch bis zum Ende des Spiels in sei­nen Abschluss­ak­tio­nen unglück­lich blei­ben. Und wenn man vor­ne die Ent­schei­dung nicht macht….ja dann wird man hin­ten bestraft. Die lau­freu­di­gen Gäs­te kom­bi­nier­ten sich jetzt bis zu Tor­ab­schlüs­sen und in der 54Min belohn­ten sie sich mit dem 2:1 Anschluss­tref­fer dafür. In einer Pha­se, in der das Abwehr­boll­werk brö­ckel­te, weil Wedau immer wie­der auf die letz­te Rei­he zulief, war es letzt­lich kei­ne Kom­bi­na­ti­on, son­dern ein immer län­ger wer­den­der Abschlag des Gäs­te­kee­pers, den Musi falsch ein­schätz­te und unter­lief und der Wedau­er Stür­mer den Ball am 16er dan­kend in der 59Min. am her­au­s­ei­len­den Bugi vor­bei und ins Tor zum lei­der nicht unver­dien­ten Aus­gleich ein­schob. Im Anschluss dann eine schnel­le, umkämpf­te und teils über­has­te­te Spiel­pha­se. Vie­le Foul­spie­le, kaum kla­re Tor­chan­cen und Hei­mat­er­de zudem lang­sam aber sicher auf eini­gen Posi­ti­on am kör­per­li­chen Limit. Hei­mat­er­de wackel­te, auch wenn die letz­te Rei­he jetzt auf­ge­weckt durch den Aus­gleich wie­der bes­ser stand, war eini­ge Male ein gut auf­ge­leg­ter Bugi nötig, der eini­ge Bäl­le klas­se ent­schärf­te. In den letz­ten Minu­ten inkl. der Nach­spiel­zeit soll­te sich der Wil­le und Ein­satz der Vier­ten aber bezahlt machen, jetzt kam man wie­der zu Offen­siv­ak­tio­nen und ver­such­te mit den letz­ten mobi­li­sier­ten Kräf­ten das Spiel doch nich zu gewi­nenn hoch zu pres­sen. In der 94Min erober­te man dann auf der rech­ten Sei­te einen Ball indem man direkt beim Spiel­auf­bau in der geg­ne­ri­schen Hälf­te aggres­siv in den Zwei­kampf ging, Bru­no dann mit einer schar­fen fla­chen Her­ein­ga­be in den 16er der auf dem lan­gen Pfos­ten Dani­el Thoms fand, der den Ball sehens­wert zur erneu­ten 3:2 Füh­rung und zugleich Ent­stand ein­schweiß­te. Die Freu­de beim so oft geschol­te­nen Team über den spä­ten Sieg­tref­fer und den zwei­ten Sieg in die­ser Sai­son war natür­lich auch über den Abpfiff hin­weg rie­sen­groß.
 
Fazit:
Nach­dem man immer wie­der über die posi­ti­ve Ent­wick­lung unse­rer 4ten gere­det hat, zeig­te man die­se heu­te nicht nur wie­der in der ers­ten Hz., auch wenn in der 2ten Halb­zeit uner­klär­li­cher­wei­se wie­der Sand im Getrie­be war, son­dern fuhr letz­lich über den Wil­len und Ein­satz auch ver­dient den nächs­ten 3er ein. Aus der Zeit nach dem letz­ten Sieg soll­te man aber ler­nen und den eige­nen Druck nicht wie­der zu groß wer­den las­sen.
 
Hier is´Kult!]
 
Euer Musi