Spit­zen­spiel unter Flut­licht als Team bestan­den

-Drit­te-

TSV Hei­mat­er­de Mül­heim IIISC Wacker Dins­la­ken II

Ergeb­nis 3:0 (2:0)

TSV Hei­mat­er­de Mül­heim III: Niklas Schnei­der, Tim Leh­mann, Den­nis Rid­der, Phil­ipp Pütz, Mat­thi­as Kräb­ber, Tim Scha­ding (71. Moritz Peter), Mathi­as Mila­chow­ski, Adam Kozi­cki, Micha­el Hes­sel­mann (86. And­re Hohen­see), Manu­el Tei­xei­ra, Ben­ja­min Becke­dahl (60. Kevin Bark) — Trai­ner: Mar­tin Kem­pa — Trai­ner: Tim Lenz

Tore: 1:0 Ben­ja­min Becke­dahl (16.), 2:0 Manu­el Tei­xei­ra (35.), 3:0 Moritz Peter (90.)

Die Weih­nachts­fahrt hat­te Das Mann­schaft am Wochen­en­de beein­dru­ckend sou­ve­rän hin­ter sich gebracht, hieß es an die­sem Diens­tag Abend unter Flut­licht im hei­mi­schen Natur­sta­di­on das Spit­zen­spiel um den 2ten Tabel­len­platz gegen Wacker Dins­la­ken zu bestrei­ten. Die Tem­pe­ra­tur am Gefrier­punkt, der Kunst­ra­sen­platz dem­entspre­chend ange­fro­ren und schnell, soll­te es von Beginn an eine hei­ße Par­tie geben, in dem sich kein Team ein Meter schenk­te oder ein Zwei­kampf scheu­te. Vor­weg gesagt auch an der Sei­ten­li­nie ein ras­si­ges Duell mit ver­ba­len Zwei­kämp­fen, zudem ein Schi­ri, der für alle Betei­lig­ten teils sehr irri­tie­ren­de Ent­schei­dun­gen fäll­te, las­sen wir das mal so ste­hen, da es letzt­lich und glück­li­cher­wei­se kei­ne Spiel­ent­schei­den­den waren. Es war also ange­rich­tet.

In den ers­ten Minu­ten spür­te man bei bei­den Teams die Anspan­nung, Feh­ler zu mini­mie­ren, dabei kör­per­lich Akzen­te zu setz­ten und vor allem bei Ball­be­sitz schnell nach vor­ne zu spie­len. Zudem spiel­ten bei­de Teams ein hohes Pres­sing, was den Spiel­auf­bau auf bei­den Sei­ten sehr zer­fah­ren mach­te und man trotz des sei­fi­gen Bodens oft lan­ge Bäl­le in die Spit­ze sah, die in bei­den Abwehr­rei­hen ver­puff­ten. Wenn es dann mal flach und kom­bi­na­ti­ons­si­cher nach vor­ne ging, sah es zwar aus­sichts­vol­ler aus, aber gute Tor­chan­cen waren auf bei­den Sei­ten Man­gel­wa­re, da auch die letz­ten Ver­tei­di­gungs­li­ni­en einen guten Job mach­ten. In der 16Min war es dann aber Zwie­bel, der einen fäl­li­gen Frei­stoß aus gut 25m wuch­tig aufs Tor brach­te und mit etwas Glück und Hil­fe des Gäs­te­kee­pers, der den Ball nicht mehr ent­schei­dend übers Tor len­ken konn­te, die 1:0 Füh­rung qua­si mit dem ers­ten Schuss aufs Tor mar­kier­te. Ein wich­ti­ges Tor in einer völ­lig offe­nen Par­tie, die ab jetzt auch zu einem bes­se­ren Fuß­ball­spiel wur­de. Läu­fe­risch und kämp­fe­risch auf einem Level, zeig­te sich jetzt auch spie­le­risch, war­um bei­de Teams um den 2ten Tabel­len­platz spiel­ten. Jetzt kamen bei­de Teams auch in ihre Kom­bi­na­tio­nen, Wacker wirk­te hier sogar einen Tick ball­si­che­rer und näher­te sich dem Hei­mat­er­der Tor meist über die Außen und durch  Fern­schüs­se, die aber unge­fähr­lich blie­ben. Auch bei Stan­dards wirk­te Wacker mit vie­len groß­ge­wach­se­nen Spie­lern gefähr­lich, den­noch konn­te unse­re Drit­te die Angrif­fe ver­tei­di­gen und so gab es im 1:1 gegen unse­ren Kee­per Niklas Schnei­der nur eine wirk­lich brenz­li­che Situa­ti­on, die er mit sei­ner Klas­se parier­te. Auch Hei­mat­er­de wuss­te sich aber eben­falls vors Gäs­te-Tor zu kom­bi­nie­ren, meist über die lin­ke Sei­te, wo Mitch oder auch Zwie­bel immer wie­der in die Tie­fe geschickt wur­den, letzt­lich konn­te aber kei­ne Flan­ke wirk­lich ver­wer­tet wer­den. Zwei­kämp­fe und Foul­spie­le vor allem im Mit­tel­feld unter­bra­chen eine flüs­si­ge Par­tie immer wie­der. Im lau­fen­den Spiel waren wirk­lich gute Tor­chan­cen wei­ter­hin Man­gel­wa­re, so hielt erneut eine Stan­dard­si­tua­ti­on zum nächs­ten Tor her. Eine schö­ne Ecke in der 35Min von Zwie­bel auf den kur­zen Pfos­ten, wo der her­ein­lau­fen­de Rui Cos­ta (Manu) den Ball zur 2:0 Füh­rung ein­nick­ten konn­te. Die zwei kla­re­ren Chan­cen lagen tat­säch­lich bei unse­rer Drit­ten und die­se hat man schlicht genutzt, so was nennt man dann wohl bru­tal effek­tiv. Wacker ver­such­te jetzt vor der Pau­se noch­mal Druck auf den Anschluss­tref­fer zu machen, unse­re drit­te ver­tei­dig­te aber wei­ter­hin sta­bil und ver­gab in der 42Min selbst noch eine rie­sen Kon­ter­chan­ce, bei der Tup­le den Ball mus­ter­gül­tig in den Lauf von Mitch spiel­te, der dann lei­der zu has­tig vor dem Tor aus 16m den Ball am Tor vor­bei­schlent­z­te. So ging man nicht ganz unver­dient mit 2:0 in die Pau­se.

Ohne Wech­sel ging es dann in die 2te Halb­zeit. In den ers­ten 10Min noch eine ähn­lich offe­ne Par­tie wie in den ers­ten 45Min mit 2 hoch­ste­hen­den Mann­schaf­ten, in der aber auch Tor­chan­cen wei­ter­hin Man­gel­wa­re blie­ben, änder­te sich zumin­dest das aus­ge­gli­che­ne Ball­be­sitz­ver­hält­nis ab der 55Min stark in Rich­tung der Gäs­te aus Dins­la­ken. Eine Pha­se in der man unse­rer Drit­ten die mal wie­der im Schnitt 7Jahre Alters­un­ter­schied anmerk­te, was sich dann auch in Wech­seln wie z.B. in der 60Min Jeff für Zwie­bel und 71Min Mo für Tul­pe, die bei­de das Mit­tel­feld ver­stär­ken soll­ten, sowie im gene­rel­len Spiel­auf­bau bemerk­bar mach­te, wo das Team als Gan­zes jetzt nicht mehr so lauf­freu­dig nach­rück­te. Was man aber nicht in den Bei­nen hat, macht man als Team wett, immer­hin führ­te man mit 2 Toren und konn­te sich aufs Kon­tern aus­rich­ten. Hei­mat­er­de stand jetzt mit sei­nen 2 Vie­rer­ket­ten tie­fer in der eige­nen Hälf­te, ließ Wacker in deren Hälf­te spie­len und lief vor­ne mit den bei­den Stür­mern Höhe Mit­tel­kreis den­noch wei­ter die Pass­we­ge zu. Hei­mat­er­de war als Team in der Defen­si­ve hell­wach und immer da, wo der Ball war, so wur­de der Gast wei­ter­hin trotz guter Kom­bi­na­tio­nen bis zum 16er aus der gefähr­li­chen Zone im Spiel her­aus­ge­hal­ten und ver­such­te es wei­ter­hin durch harm­lo­se Fern­schüs­se. Wo Wacker aber stets gefähr­lich wirk­te, war bei den unzäh­li­gen Stan­dards, die man aber bis zum Ende des Spiels, wenn auch manch­mal mit ein bis­sel Glück ver­tei­digt bekom­men soll­te. Was auf Sei­ten unse­rer Drit­ten in die­ser Pha­se aber auch bes­ser umsetz­bar gewe­sen wäre, ist das Aus­spie­len der Kon­ter, hier war es immer wie­der eine Unkon­zen­triert­heit im Dribb­ling, Pass oder im erst gar nicht gespiel­ten Pass, mit denen man die sich erge­be­nen Räu­me fahr­läs­sig lie­gen ließ. Den­noch hat­te man in den Schluss­mi­nu­ten 2 mal das erlö­sen­de 3:0 auf dem Fuß bzw. Kopf, schei­ter­te aber im Abschluss. In der 90Min war es dann aber soweit, Püt­zi der sich auf der lin­ken Sei­ten klas­se durch­setzt, legt im Rück­raum auf Mo ab, des­sen ers­ter Flach­schuss noch geblockt wird, des­sen Nach­schuss aber im Win­kel zum ent­schei­den­den 3:0 Ent­stand ein­schlug. So ras­sig das Spiel auf und neben dem Platz, zoll­ten sich die Trai­ner sowie Spie­ler nach der Par­tie aber Respekt und man genoss zusam­men noch das ein oder ande­re Kalt­ge­tränk zum offi­zi­el­len Abschluss der Hin­run­de auf Tabel­len­platz 2. Auch wenn in die­sem Kalen­der­jahr noch 2 Spie­le der Rück­run­de gegen das jüngs­te Team der Liga aus Möl­len und zum Jah­res­ab­schluss in Dins­la­ken 09 aus­ste­hen, gab es sicht­lich Grund zu fei­ern.

 

 

Fazit:

Die­ses Spiel hat man heu­te defi­ni­tiv nicht als spie­le­risch bes­se­res Team gewon­nen, son­dern als geschlos­se­ne Ein­heit, die tak­tisch feh­ler­frei blieb und nicht nur effek­tiv zuge­schla­gen hat, son­dern es im Defen­siv­ver­hal­ten dem Geg­ner so schwer wie mög­lich gemacht hat. Ein Sieg des Wil­lens, was sich das Team schlicht ver­dient hat. Auch wenn man bei solch einer Team­leis­tung kei­nen her­aus­he­ben kann, sinn­bild­lich ste­hen hier Adam der über 90Min vom Geg­ner bear­bei­tet wur­de und zudem noch im Clinch mit dem Schi­ri stand, immer wie­der auf­ge­stan­den ist und wei­ter­ge­ar­bei­tet hat, sowie der alte Rui Cos­ta, der mit sei­ne 43Jahren über die vol­le Spiel­zeit geht, bei jedem Stan­dard im eige­nen 16er mit­ver­tei­digt hat und neben­bei mit Zwie­bel in der Hin­run­de mit 40 Toren die Hälf­te aller Tore der Drit­ten erzielt hat.

[Hier is´Kult!]

Euer Musi