Zu Ostern gab es am Fin­ken­kamp ein Spiel mit vie­len Eiern

Das ers­te Ei war ein fau­les, denn der ange­setz­te Schi­ri war ein­fach nicht auf­find­bar. So wur­de dann ein Frei­wil­li­ger unter den Zuschau­ern gesucht, der lei­der eben­falls nicht auf­find­bar war, so hat man sich unter den Trai­nern geei­nigt, dass der Trai­ner unse­rer Drit­ten „Musi“ das Spiel an der Pfei­fe lei­tet, da bei­de Mann­schaf­ten Lust zu kicken hat­ten.

Die Rah­men­be­din­gun­gen waren also her­ge­stellt, der Platz trotz des pünkt­lich zum Spiel ein­tre­ten­den Dau­er­re­gens in fabel­haf­tem Zustand, roll­te der Ball mit 15 minü­ti­ger Ver­zö­ge­rung dann end­lich vom Mit­tel­punkt.

Eini­ge Umstel­lung in unse­rer Drit­ten führ­ten dazu, dass erst­mal ein gemein­sa­mer Rhyth­mus gefun­den wer­den muss­te, trotz­dem ver­such­te man das Spiel mit Kurz­pass­spiel zu domi­nie­ren und die Fron­ten zw. Tabel­len-3ten und -11ten klar abzu­ste­cken. Ein­zig und allein der 1.FC Mül­heim hat­te etwas dage­gen und nutz­te mit ihrem ers­ten Kon­ter in der 5Min. über deren gut­be­setz­te rech­te Sei­te die Zuord­nungs­pro­ble­me des TSV Hei­mat­er­de aus und leg­te nach einer Ket­te von Feh­lern und zu pas­si­vem Ver­hal­ten im Defen­siv­ver­bund das ers­te Ei zum 0:1 ins Hei­mat­er­der Nest. Das Gegen­tor muss­te aus Sicht unse­rer Drit­ten erst­mal ver­daut wer­den, trotz­dem war man bemüht das Spiel wie­der mit eige­nem Ball­be­sitz unter Kon­trol­le zu brin­gen. Kaum hat­te man es geschafft, zap­pel­te in der 14.Min das nächs­te Ei im Tor der Hei­mat­er­der, nach­dem sich Paul Stei­nes­hoff einen harm­lo­sen Abschluss der Styru­mer selbst ins Nest leg­te. 0:2 aus Sicht unse­rer Drit­ten, außer der hör­ba­ren Ent­täu­schung auf dem Platz, blieb es unge­wöhn­lich ruhig, da der Trai­ner krampf­haft ver­sucht hat sei­ner unpar­tei­ischen Rol­le gerecht zu wer­den.

Die Reak­ti­on unse­rer Drit­ten ließ aber zum Glück nicht lan­ge auf sich war­ten, da die Spiel­kon­trol­le ein­deu­tig in Hei­mat­er­der Hand lag und so war es in der 22.Miute soweit, dass Rid­der sich nach schö­nem Pass­spiel am 16er durch­set­zen konn­te und den Ball zum 1:2 Anschluss­tref­fer im Styru­mer Tor unter­brin­gen konn­te. Nun folg­te eine Chan­ce der Nächs­ten und der Aus­gleich lag in der Luft, aber selbst Bäl­le die nur noch über die Line gedrückt wer­den muss­ten, konn­ten nicht ver­wer­tet wer­den. So muss­te das nächs­te Ei her, dass den Aus­gleich in der 33Min. her­stell­te. Kars­ten schlug eine lan­ge Flan­ke aus dem Halb­feld, die dann immer län­ger wer­dend im lan­gen Eck hin­term dem Styru­mer Tor­wart im Netz zap­pel­te.

Nun war es Styrum, die sicht­lich geschockt einen Angriff nach dem ande­ren ver­tei­dig­ten, doch nach einer gut her­aus­ge­spiel­ten Chan­ce über die rech­te Sei­te war es in der 40Min. erneut Rid­der der den Ball nach einer fla­chen Her­ein­ga­be von der Grund­li­nie nur noch zum 3:2 einetz­ten muss­te.

So ging es dann mit einer ver­dien­ten Füh­rung in die 2Hz., wo die Zei­chen klar auf Füh­rungs­aus­bau stan­den. Aus­ge­wech­selt wur­de der ange­schla­ge­ne Ben­no Lan­ge gegen Cici Bartsch und Tobi­as Sil­ber­kuhl, der mit sei­nem lin­ken Fuß für mehr Druck über die Außen sor­gen soll­te, für Ste­fan Roedel.

Hei­mat­er­de ver­such­te mit Angrif­fen über die Außen ihr Vor­ha­ben umzu­set­zen und die Füh­rung aus­zu­bau­en, lei­der fehl­te aber die letz­te ent­schei­den­de Kon­se­quenz im Pass­spiel und beim Tor­ab­schluss. So waren es erneut die Styru­mer, die die­sen Zustand in der 52Min. aus­nut­zen und nach einem Eck­ball den 2ten Ball erneut hoch rein­brach­ten, der in Per­son vom am Fin­ken­kamp wohl­be­kann­ten Kopf­bal­lun­ge­heu­er Manu­el Tei­xei­ra sehens­wert zum 3:3 Aus­gleich ein­ge­nickt wur­de. Nun war der Spiel­ver­lauf auf den Kopf gestellt, die Spiel­kon­trol­le sei­tens unse­re Drit­ten ging merk­lich ver­lo­ren und Styrum kämpf­te um mehr als nur den einen Punkt. Es ging nun hin und her und lei­der sah man der Drit­ten an, dass bis auf die bei­den Stür­mer Rid­der und Cici aus­schließ­lich defen­siv­den­ken­de im Kader stan­den, so wur­de eher ver­sucht Beton an zumi­schen und über Kon­ter zum Erfolg zu kom­men, als das Spiel wie­der unter Kon­trol­le zu brin­gen. Einer die­ser Befrei­ungs­ver­su­che führ­te dann in der 60Min. zu einem zen­tra­len Frei­stoß aus ca. 22m, den Kai Hos­po­darsch in den lin­ken Win­kel zur erneu­ten 4:3 Füh­rung zir­kel­te. Ein Traum­tor, doch wer nun gedacht hat, dass es die Spiel­kon­trol­le wie­der zurück­brin­gen wür­de, wur­de eines Bes­se­ren belehrt und so ging es wei­ter hin und her und ein­zig und allein Styrum ver­pass­te es jetzt den erneu­ten Aus­gleich zu erzie­len. So wur­de dies­mal Styrum in der 73Min. nach einem Kon­ter vom Hei­mat­er­der Tor­jä­ger Rid­der, der mit dem 5:3 sei­nen 27ten Sai­son­tref­fer mar­kier­te, für ihre Nach­läs­sig­keit beim Abschluss bestraft.

Aber auch die 2 Tore Füh­rung brach­te kei­ne merk­li­che Ruhe ins Spiel der Drit­ten, die sich fort­an nur noch in der Defen­si­ve wie­der­fan­den. So war es nur eine Fra­ge der Zeit, bis Styrum erneut erfolg­reich war, denn die­se ver­such­ten in der ver­blei­ben­den Spiel­zeit noch­mal alles. In der 89Min. war es dann erneut Manu­el Tei­xei­ra, der den Ball mit dem Kopf zum 5:4 Anschluss­tref­fer im Tor der Hei­mat­er­der unter­brach­te, zum Glück für Hei­mat­er­de „zu spät“. Die letz­ten 4 Minu­ten konn­te unse­re Drit­te den knap­pen Erfolg dann über die Zeit brin­gen und sich über die nächs­ten 3 Heim­punk­te in Fol­ge freu­en.

Abschlie­ßend zum Spiel­tag bleibt noch dan­kend zu erwäh­nen, dass bei­de Mann­schaf­ten, aber vor allem der 1. FC Mül­heim III sich gegen­über dem Schieds­rich­ter aus Hei­mat­er­de vor­bild­lich ver­hal­ten haben und trotz des knap­pen Spiel­ver­laufs stets ein fai­rer Umgang auf dem Platz herrsch­te.

Am kom­men­den Sonn­tag spielt unse­re Drit­te dann um 13Uhr bei SV Hei­ßen auf deren neu­en Platz­an­la­ge auf der Har­den­berg­str.

Für den SV Hei­ßen III geht es dabei wei­ter im Ren­nen mit Vat­an­gücü um den Auf­stieg.

Unse­re Drit­te hat defi­ni­tiv noch das ver­pfif­fe­ne Hin­spiel im Hin­ter­kopf, wird unab­hän­gig davon aber wie in jedem Spiel alles ver­su­chen um als Sie­ger vom Platz zu gehen.

Die Drit­te wür­de sich über zahl­rei­che Zuschau­er zum ers­ten Der­by auf der neu­en Platz­an­la­ge in Hei­ßen am Sonn­tag den 3.04. um 13Uhr freu­en.

Text: M.M.